Top 25:

DIE BESTEN WIRTSCHAFTS-JOURNALISTEN DES LANDES     

Chapeau – das sind sie, die führenden Publizisten in Sachen Wirtschaft.

PUBLIC & MEDIA hat eine  sechsköpfige Jury eingeladen – den CEO eines Industriekonzerns, die Geschäftsführerin eines Handelsbetriebs, einen Meinungsforscher, einen Unternehmensberater, eine PR-Expertin und einen WU-Professor – , um die besten Wirtschaftsredakteure Österreichs zu küren. Jeder der Teilnehmer, die allesamt inkognito bleiben wollen, hat zehn Vorschläge gemacht und auch gleich  ein Ranking erstellt. Jeder Erstplatzierte erhielt 10 Punkte, jeder Zehntplatzierte einen Punkt. Insgesamt waren also  330 Punkte   zu vergeben. Die acht Kolleginnen und Kollegen, die in Runde Eine nur ein oder zwei Mal genannt wurden und daher nicht unter den 25 Besten platziert waren, wurden aus der Wertung genommen. In Runde Zwei haben daher drei Juroren aus dem Kreis der klassifizierten Redakteurinnen und Redakteure, die für 18 Medien arbeiten, nachnominiert, sodass aus den sechs Top 10-Rankings das Endergebnis errechnet werden konnte.

Der Entscheid der Jury kann sich wahrlich sehen lassen: Gewonnen hat letztlich der Grandseigneur der Branche, „Krone“-Co-Chefredakteur und „Gewinn“- Herausgeber Georg Wailand. Der 69-jährige Evergreen der Branche hat eine traumhafte Karriere hinter sich: Nach ersten Versuchen als Sportjournalist betätigte er sich ab 1970 beim Boulevardblatt „Express“ im Wirtschaftsressort. Ein Jahr später wechselte er zur „Krone“, wo er vier Jahre danach Ressortchef wurde. 1984 gründete er so nebenbei das Wirtschaftsmagazin „Gewinn“, das er zügig zu Österreichs größtem Wirtschaftstitel ausbaute. 2012 wurde Wailand geschäftsführender Chefredakteur der „Krone“, obendrein besitzt er ein Weingut in Döbling. Er hat u.a. den Dr. Karl Renner-Publizistikpreis, den Horst Knapp-Preis, den Leopold Kunschak-Preis, die Julius Raab-Medaille und den Schoeller-Preis verliehen bekommen – und 2003 noch den Berufstitel Professor.

In der Champions League
Auf Platz Zwei landete in unserem Ranking der „Presse“-Redakteur Josef Urschitz, 2013 vom Fachmagazin „Der Österreichische Journalist“ als bester Wirtschaftspublizist des Landes ausgezeichnet. Der 63-jährige hatte ursprünglich eine „trend“-Lehrredaktion absolviert und sich sodann über den A3-Verlag, die „Presse“ und die APA, deren Wirtschaftschef er sechs Jahre lang war, speziell nach seiner Rückkehr zur „Presse“ in der obersten Liga in seiner Sparte etabliert. Als ebenso profunder wie kritischer, nicht selten auch polarisierender Kommentator ist er alsbald zum Starautor des qualitativ hochwertigen Blatt-Teils „Economist“ geworden.

Dritte im Bunde sind ex aequo „profil“-Journalist Michael Nikbakhsh und „trend“-Chefredakteur Andreas Weber, der allerdings knapp die schlechteren Platzziffern erreicht. Aufs Stockerl schaffte es daher Nikbakhsh. Der Sohn eines persischen Arztes, der nach dem abgebrochenen Medizin-Studium auf Dolmetsch (Französisch und Russisch) umgesattelt hatte, arbeitete für die „Salzburger Nachrichten“, die „Wirtschaftswoche“ und „Format“, ehe er 1999 zum „profil“ wechselte. Als investigativer Journalist der Sonderklasse wurde er vom Medienmagazin „Der österreichische Journalist“ schon mehrmals zum Branchenprimus gewählt.

Am häufigsten, nämlich gleich vier Mal, ist „Die Presse“ in unserer Bestenliste vertreten, drei Mal der „trend“, und mit jeweils zwei Kolleginnen oder Kollegen mischen „Der Standard“, „Kurier“, „WirtschaftsBlatt“ und „Gewinn“ mit. Die APA, ORF und „Krone“, die Bundesländerblätter „Kleine Zeitung“, „Salzburger Nachrichten“ und „Oberösterreichische Nachrichten“ sowie „profil“ und „News“, aber auch „Falter“, „Industriemagazin“ und „Wiener Zeitung“ haben es je ein Mal in unser Klassement geschafft.

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Gewinner Georg Wailand („Krone“/„Gewinn“)

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Zweitplatzierter Josef Urschitz („Presse“)

APAHER16 - 30012009 - WIEN - OESTERREICH: ZU APA TEXT CI - Der ãJournalist des JahresÒ Michael Nikbakhsh (Profil) waehrend der Auszeichnungen zum ãJournalisten des JahresÒ des Branchenblattes ãDer Oesterreichische JournalistÒ am Donnerstag, 29. Jaenner 2009, in Wien. APA-FOTO: HERBERT NEUBAUER

Dritter im Bunde: Michael Nikbakhsh („profil“)

Hier ist die auf dem Voting unserer Jury beruhende Sieger-Rangliste:

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