Google-Test:

GESUCHT: KLINGENDE NAMEN IM NETZ

PUBLIC & MEDIA geht der Frage nach, wie häufig bekannte Österreicher im Internet auftauchen.

Mozart WA
Achtung, wir starten gleich mit einer Sensation: Die Suchmaschine Google
spuckt die Namen jener sechs Österreicher aus, die im Internet am häufigsten
zu finden sind: Mit rund 33 Millionen Treffern landet der ehemalige Muskelprotz,
Gouverneur von Kalifornien und Noch-Immer-Filmschauspieler Arnold
Schwarzenegger auf Platz Eins. Hinter ihm rangieren Wolfgang Amadeus
Mozart (ca. 21 Mio.), unsere bärtige Song-Contest-Siegerin Conchita (17 Mio.),
der dereinst in Wien eingemeindete Komponist Ludwig van Beethoven (14,7
Mio.) und dessen beschwingterer Kollege Johann Strauss (11,6 Mio.), gefolgt
von dem in der Jetzt-Zeit international erfolgreichen Schauspieler Christoph
Waltz (8,3 Mio.).

Dann kommt laaaaange nichts, bis zwei unvergessliche, doch sehr
gegensätzliche Mega-Stars alle übrigen deutlich deklassieren – nämlich Udo
Jürgens (mit rund 880.000 Nennungen) und der Maler Friedensreich
Hundertwasser (fast 820.000 Zitierungen). Alle übrigen – das sind André Heller,
Niki Lauda, die noch in den Top 10 liegen. Eine etwas geringe Resonanz
schaffen die aus St. Petersburg importierte Operndiva Anna Netrebko, die
Skilegende Hermann Maier, Mercedes-Rennspezialist Toto Wolff, der grandiose
Herbert von Karajan. Filmregisseur Michael Haneke, der begnadete Otto
Schenk, Kicker-Genie David Alaba sowie die Skiweltcup-Siegerin Anna
Fenninger, die im Netz gerade mal 500.000 mal zu finden ist.

Politiker wenig gefragt
Während heimische Super- (auch Ex-)Sportler wie Marcel Hirscher, Thomas
Muster oder Franz Klammer, rot-weiß-rote Gesangstars à la Andreas Gabalier,
Christina Stürmer oder DJ Ötzi, Top-Künstler wie Erich Wurm, Hermann Nitsch
oder Arnulf Rainer, und verschiedenartige Bühnen-Helden wie Michael
Niawarani, Tobias Moretti oder Klaus Maria Brandauer auf ein beachtliches
Feedback im Netz stolz sein dürfen, sind österreichische Politiker dort
offensichtlich weniger gefragt: In dieser Kategorie liegt zwar Ex-Kanzler Werner
Faymann mit immerhin 450.000 Treffern vor EU-Kommissar Johannes Hahn,
dem verstorbenen Jörg Haider und dem amtierenden FPÖ-Chef HC Strache in
Front. Doch die Suchresultate für die weiteren jetzigen und ehemaligen Politiker
und Interessenvertreter sind – mit Ausnahme des früheren BP Heinz Fischer, Jungstar
Sebastian Kurz sowie die Ex-Kanzler Bruno Kreisky und Wolfgang Schüssel
relativ bescheiden. Der ehemalige Sozialminister Rudolf Hundstorfer findet lediglich etwas mehr als 150.000 mal Beachtung, ÖGB-Präsident Erich Foglar kommt nicht
einmal auf 21.000 Erwähnungen.

Noch schlechter dran sind – mit den drei Ausnahmefällen Ferdinand Piech (ca.
350.000 Treffer, also weniger als Larissa Marolt), Siegfried Wolf (mit 340.000
etwas besser als Reinhard Fendrich) und Dietrich Mateschitz (mit 285.000 nur
einen Deut besser als Herbert Prohaska – Österreichs Wirtschaftsgranden:
Voestalpine-Boss Wolfgang Eder wird von der Suchmaschine Google lediglich
43.000 mal entdeckt, Andritz-Chef Wolfgang Leitner ist im Internet bloß
armselige 18.000 mal zu finden, und der Name von Siemens Österreich-
General Wolfgang Hesoun kommt gar nur 16.000 mal vor.

In der oben stehenden Tabelle sind Promis aller Art – von A wie Androsch bis Z
wie Gerhard Zeiler – gelistet, für Politiker und Spitzenmanager gibt es spezielle
Rankings.

google vergleich143