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P&M in den Medien

 

Social Media:

DER START
IN EINE NEUE ÄRA

Die Social Media - Facebook, Twitter & Co. - stellen die meisten Spielregeln im Business auf den Kopf. Im Netz funktioniert alles anders als in der realen Wirtschaft - Marketing, Marktforschung, Kommunikation, Kundenakquisition, Personalsuche etc. Viele Unternehmen wissen noch immer nicht, ob sie dabei sein wollen
oder nicht. Aber: Wer zu spät kommt, der könnte rasch auf der Strecke bleiben. PUBLIC & MEDIA ist überzeugt: 2011 wird das Jahr der sozialen Online-Netzwerke.

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Lesen Sie dazu auch

eine Story von Peter Muzik aus der "Wiener Zeitung". Mehr...

einen Kommentar von Peter Muzik in "Business People" 1/2011. Mehr...

sowie einen Artikel von Peter Muzik im "forum.ksv" 1/2011. Mehr...

Social Media 

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Quick-Check:

WIE GUT IST IHRE
PR-AGENTUR WIRKLICH?

Ein neues Produkt von PUBLIC & MEDIA kann Ihnen rasch ein altes Problem ersparen: Mit dem QUICK CHECK erfahren Sie binnen zwei Wochen, wie professionell bzw. effizient Ihr PR-Betreuer tatsächlich arbeiten. Wir sagen Ihnen, warum Ihre Firma nicht so gut bei den Medien ankommt, wie Sie sich das wünschen würden, was für Pannen bislang passiert sind und welche Verbesserungspotenziale es bei Ihrer Medienarbeit gibt. Falls gewünscht, beraten wir Sie auch bei der Auswahl Ihrer nächsten PR-Agentur.

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Auszeichnung:

Die Journalisten des Jahres
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Voting:

Österreichs beste Lobbyisten
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Peter Muzik

von Peter Muzik
peter.muzik@public-media.at

 

Kommentar:

SPASS IST GEIL

Im Grunde genommen wissen wir‘s ja schon längst, aber jetzt ist es endlich so etwas wie amtlich: Die jungen Österreicher - also die 12-bis 24-Jährigen - sind alles andere als Zeitungs-freaks. Die Spezies der Digital Natives fährt vielmehr voll auf das Internet ab: Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie von GfK Austria surfen 61 Prozent der Jungen, weil sie sich schlichtweg „informieren möchten“; 40 Prozent, weil sie dabei angeblich „Denkanstöße bekommen“, und 35 Prozent, damit sie „mitreden können“.

Nach dieser brutalen Message für die Printmedien folgt sogleich der nächste Tiefschlag: Rund sechs von zehn Mediennutzern der genannten Zielgruppe sehen fern, weil sie sich „dabei entspannen können“; jeder dritte tut es, weil „das aus Gewohnheit dazu gehört“; und 54 Prozent stehen auf das Fernsehen, weil sie dabei einfach „den Alltag vergessen“ können.

Und warum liest die Young Generation Zeitungen - zumindest noch ein bisschen? Nur ungefähr jede(r) fünfte meint, dass sie/er deshalb mitreden kann und Denkanstöße bekommt, und lediglich 12 von 100 Befragten meinen, dass sie sich dank der Lektüre „im Alltag besser zurecht finden“ können. Aber: So gut wie niemand tut es aus Gewohnheit, und keiner kann sich dabei entspannen.

Jetzt aber wird‘s für Verleger ganz schockierend: Während 57 Prozent unserer Youngsters, für die das World Wide Web schon wichtigstes Informations- und Unterhaltungsmedium ist, die Meinung vertreten, dass ihnen das Internet „Spaß macht“, ist das immerhin für 30 Prozent der fernsehenden Jungen ein gewichtiges Argument. Die Tageszeitungen hingegen bereiten bloß zwei (!!) von 100 Befragten Spaß. Und genau das ist in dieser modernen Spaß-Gesellschaft ein gewaltiges Problem, denn Spaß wird mit Sicherheit als geil empfunden, und das will theoretisch jeder. Es wäre zwar unbedingt zu hinterfragen, ob es tatsächlich so ein groß-artiges Vergnügen darstellt, stundenlang im Web-2.0 zu chatten, zu posten und zu bloggen, was das Zeug hält - aber dass es bisweilen mühsam ist, in einer Tageszeitung auch nur matte zehn Minuten zu blättern, das bezweifelt wohl keiner.

Die Printjournalisten, die einem mit Meldungen über diverse Terroraktionen, Naturkatastrophen, blutige Volksaufstände, Wirtschaftskrisen, Gewaltverbrechen und sonstige negativ
besetzte Ereignisse wahrlich nicht allzu viel Spaß bereiten können, sollten dieses Faktum sehr ernst nehmen und intensiv darüber nachdenken, warum ihnen zusehends die LeserInnen abhanden kommen.

Vielleicht liegt‘s am Angebot, das bisweilen einem medialen Eintopf gleicht, von Agenturen und sonstigen Lieferanten bereit gestellt, sodass die Zeitungen immer verwechselbarer werden. Man erfährt von ihnen vielfach nur das, was man ohnedies schon weiß, wobei sich die meisten Rezipienten, also Empfänger, nicht recht klar sind, was es ihnen letztlich bringt, die recycelten Infos in geballter Form aufzunehmen.
Die großteils ebenso unterbesetzten wie überforderten Redaktionen haben in den meisten Fällen keine Zeit mehr zum Recherchieren, was unweigerlich zu einem permanenten Qualitätsverlust führt. Zeitung lesen wird letztlich von vielen nicht mehr als feines Erlebnis gesehen, sondern als reine Arbeit. Nicht als Spaß, sondern als Routine - und das kann‘s nicht sein...

Womöglich hat die zunehmende Zeitungs-Abstinenz der jungen Generation auch damit zu tun, dass sie sich - weil fast durchwegs internet-zentriert und obwohl häufig multimedial aktiv - von Printmedien zu wenig direkt angesprochen, um nicht zu sagen: umworben fühlen. Weil es den Redakteuren eben so selten bis gar nicht gelingt, sie am Solar Plexus zu treffen - womit automatisch eine ähnliche Distanz entsteht wie zum Typus der in der Regel weitaus älteren „passiven Konservativen“ oder der Gruppe der zumeist recht betagten „Zurückgezogenen“. Diese Klassifizierung folgt übrigens ebenfalls einer Untersuchung von GfK Austria.

Am ehesten schaffen Printmedien es noch, die Spezies der „traditionell Vielseitigen“ an sich zu binden, deren Medien-verhalten weniger passiv ist, und auch bei den „gebildeten Selektiven“ haben sie noch nicht ganz verloren. Diese Gruppe - es handelt sich vorwiegend um Frauen bzw. Menschen mittleren Alters - besteht zwar, genau so wie die juvenile Bevölkerungsschicht, ebenfalls aus absoluten Internet- und Handy-Fans. Aber die lesen wenigstens auch noch gerne Bücher, hören Musik, greifen täglich zu Zeitungen und schalten bisweilen das Radio ein. Fernsehen spielt bei ihnen allerdings eine geringe Rolle.

Und was lernt man aus dieser Abhandlung? Junge Medien-konsumenten wollen offenbar nicht mehr, wie stets üblich, Informationen passiv aufnehmen - für sie wird zusehends Aktivität wichtig. Obendrein halten sie von der gewohnten Einweg-Kommunikation vom Sender zum Empfänger nichts mehr, sondern stehen eher auf Interaktivität. Sie wollen bei Bedarf - was immer sie auch gerade tun - sofort reagieren, Stellung nehmen, Zustimmung signalisieren oder aber Widerspruch äußern können, letztendlich zu einem akzeptierten Teil der Informationsmaschinerie werden. Der gewaltige Erfolg der sozialen Online-Netzwerke à la Facebook, Twitter & Co.spricht für diese These - und die Printmedien sollten daraus ihre Lehren ziehen. Sie haben jedenfalls noch einen weiten Weg vor sich, um wieder ins Spiel zurück zu kommen.

 

Workshop:

WIE PROFESSIONELL IST IHRE MEDIENARBEIT?

PUBLIC & MEDIA lädt Sie zu einem praxisorientierten Tages-
Seminar zum Thema Evaluation von Öffentlichkeitsarbeit ein.

Termin: Mittwoch, 4. Mai 2011, 09.30 bis 17.00 Uhr, in Wien

In diesem praxisorientierten Workshop machen wir Sie mit den Grundlagen der Medien-Resonanz-Analyse vertraut. Sie werden in der Lage sein, selbst zu beurteilen, wie es um das Optimierungspotenzial steht. Mailen Sie Ihre Anmeldung möglichst bald an peter.muzik@public-media.at

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Vortrag:

DIE ZUKUNFT
DER TAGESPRESSE

Österreichs Tageszeitungen haben zweifellos schon viel bessere Zeiten erlebt. Jetzt geraten sie zusehends aus mehreren Gründen unter kommerziellen Druck, was fast überall zu Sparprogrammen führt und letztendlich die journalistische Qualität der Blätter deutlich verringert. Das ist der Tenor eines Vortrags, den PUBLIC & MEDIA-Chef Peter Muzik auf Einladung des PRVA im Haus der Industrie gehalten hat. Hier können Sie das Referat in der Original-version lesen - und uns am besten gleich Ihre persönliche Meinung dazu mailen.

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WUSSTEN SIE SCHON...
  • ... dass Österreichs Journalisten nichts mehr fuchst als der tägliche Zeitdruck, die steigende Arbeitslast und die gängigen Einsparungen beim Personal?

  • ... dass sich die Indizien in der Polit-Landschaft verdichten, wonach Alexander Wrabetz doch das Kunststück schaffen könnte, weiter ORF-Generaldirektor zu bleiben?

  • ... dass mit der Bestellung von Martin Huttarsch zum dritten Mediaprint-Geschäftsführer die Träume von Ex-“News“-Chef Oliver Voigt geplatzt sind, dort zu landen?

  • ... dass mit der „Kärntner Tageszeitung“ das letzte sozialdemokratische Relikt am Pressemarkt verschwunden ist, weil das Blatt vom einstigen Gründer der Kärntner Regionalmedien, Hansjörg Berger, übernommen wurde?

  • ... dass in der Bundeshauptstadt demnächst die Gratis-Monatszeitung „DasWIEN“ mit einer Auflage von 700.000 Exemplaren starten wird, hinter der der Kärntner Agentur-besitzer Heinz Knapp steht?

  • ... dass der neue Presserat einen Fehlstart hingelegt hat und - so wie‘s aussieht - als ziemlich zahnloses Konstrukt eine riesige Enttäuschung werden dürfte.

  • ... dass es Chuzpe ist, wenn sich eine großteils gratis verteilte Boulevardzeitung in der Eigenwerbung als „Österreichs beste Zeitung“ bezeichnet?

  • ... die dm Drogeriemärkte, Bipa und Ikea laut einer Marketagent.com-Umfrage als sympathischste Unternehmen Österreichs gelten?

  • ... dass einer der bemerkenswertesten Journalisten im Lande - Kid Möchel, bislang ein Top-Autor im „WirtschaftsBlatt“ - ab April neue Wege gehen wird?

  • ... dass der Anwalt Manfred Ainedter nicht zuletzt dank der endlosen Causa Grasser in den Medien präsenter als die meisten seiner Standesgenossen ist?